'Das größte Glück der Erde... liegt nicht immer auf dem Rücken der Pferde...!'
Mein Name ist Katrin Buttkau. Ich wurde am 06.11.1979 in Neuss geboren. An der ATN, in der Schweiz, machte ich 2007 meinen Abschluss als Tierpsychologin mit der Spezialisierung 'Pferd'.
Ich hatte schon immer mit Pferden zu tun. Mein Vater, selbst passionierter Reiter, nahm mich im Alter von drei Jahren mit in den Reitstall. Unterricht in der klassisch - englischen Reitweise nahm ich ab meinem siebten Lebensjahr. Ich war neun Jahre alt, als wir dann unseren damals auch neun Jahre alten Warmblutwallach kauften.
Er war ein ehemaliges Springpferd, mit wohl guter Grundausbildung, allerdings war er ganz und gar nicht zu handhaben. Wir kauften ihn damals, nach nur zwei Wochen, aus dem Schulbetrieb aus. Zu dem Zeitpunkt konnte wir noch nicht wissen was eigentlich mit diesem Pferd los war. Er entpuppte sich als absoluter Alptraum. Es gab nichts was dieses Pferd stoppen konnte. Einmal in Galopp gefallen hörte er damit freiwillig nicht wieder auf. An einen entspannten Ausritt war mit ihm gar nicht zu denken. Nicht nur, dass der bloße Anblick einer Galoppstrecke, oder eines Stoppelfeldes ausreichte um bei Ihm alle Schalter auf 'rennen' zu stellen. Er erschrak auch noch vor allem und jedem, was wiederum zu einer kopflosen Flucht führte. Trotz seiner enormen Springgfähigkeit war mit ihm als Springpferd nichts anzufangen, da er nach maximal zwei Sprüngen nicht mehr zu halten, geschweige denn zu lenken war. Als sich mein Vater dann noch mehrmals mit dem Pferd in der Halle überschlug und auch 'erfahrene Bereiter' nicht mehr weiter wussten, fassten wir den Beschluss dieses Pferd wieder zu verkaufen. Doch Gott sei dank taten wir das nicht! Durch eine Krankheit die ihn für fast ein Jahr unreitbar machte änderte sich alles. Nun, einmal weg von der Vorstellung ein Pferd sei nur zum reiten da, begannen wir mit ihm an der Hand spazieren zu gehen. Ließen ihn in der Halle frei laufen und entwickelten daraus mit der Zeit ein Spiel. Wir liefen zusammen in der Halle, das heißt wir standen nicht nur immer in der Mitte oder am Rand und ließen das Pferd um uns herumtoben, sondern wir liefen mit und lernten so, aus der Beobachtung seiner Reaktionen auf bestimmte Bewegungen von uns, viel über die Sprache eines Pferdes. Nach diesem Jahr war keine Rede mehr davon ihn zu verkaufen. Denn durch die gemeinsamen Erlebnisse an der Hand und am Boden und das Erlernen der Sprache des jeweils Anderen, hatten wir uns gegenseitig kennen und vertrauen gelernt. Aus dem vorher scheinbar unberechenbaren und unhandhabbaren Pferd wurde zum Schluss ein Partner der mit uns durch dick und dünn ging, auch an Treckern und flatternden Planen vorbei und sahen sie noch so gefährlich aus. Leider starb er mit 18 Jahren an einer Kolik.
Später dann lernte ich durch einen Bekannten der damals mit seiner Quarter Horse Stute zu uns in den Stall kam das Westernreiten kennen. Nun reite ich seit fast 11 Jahren western. Mittlerweile besitze ich auch einen, nun neun Jahre alten, Quarter Horse Wallach. Er kam im Alter von knapp drei Jahren als noch 'rohes' Pferd zu mir. Aufgrund meiner gesammelten Erfahrungen bei der Kommunikation mit Pferden wurde er von Anfang an ein zuverlässiger Partner und wir hatten und haben zusammen viele schöne Stunden.
Meine langjährigen und vielfältigen Erfahrungen konnte ich aber nicht nur bei meinen eigenen Pferden sammeln. Auch kurze und längere Aufenthalte in Schweden und ein Praktikum in einer Tierklinik ließen mich viel über die Psyche und das natürliche Verhalten der Pferde lernen. So hatte ich in Schweden oft die Gelegenheit mit Fohlen und Jungpferden intensiv zu arbeiten und meine ganz eigenen Erfahrungen bei dieser Arbeit zu machen.